Wenn es nach dem amerikanischen Sport-Kolumnisten Paul Oberjuerge geht knnen die Frauenfuball-Fans in den USA das Jahr 2007 im Grunde schon als ein weiteres verlorenes Jahr abhaken - ganz egal was die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in China erreichen sollte. "Die breite ffentlichkeit interessiert sich nicht mehr fr die Mannschaft so gut sie auch sein mag. Die Namen der Spielerinnen kennt keiner. Wirkliche Stars wie frher gibt es nicht" beklagt Oberjuerge die Lage des Frauenfuballs in den USA nach dem Abgang von berfliegerinnen wie Mia Hamm oder Brandi Chastain. Die Weltmeisterschaft 1999 in den USA mit mehr als 90.000 Zuschauern beim Finale in der Rosebowl von Passadena scheint nicht erst acht Jahre sondern schon eine halbe Ewigkeit her zu sein. Lngst hat Deutschland die USA in Sachen Frauenfuball-Begeisterung berholt. Zum letzten Testspiel der DFB-Auswahl gegen Norwegen kamen knapp 10.000 Zuschauer. Das letzte Match der US-Girls gegen Finnland wollten nur 7.000 sehen. Die WM in China wird den Niedergang nicht stoppen ist sich Oberjuerge sicher: "Die Spiele werden nach amerikanischer Zeit in der Nacht oder am sehr frhen Morgen ausgetragen. Auerdem luft im September die Football- und die Baseball-Saison. Wer soll sich da Frauenfuball anschauen wollen?"Von Fernsehbertragungen in groen Networks wie in Deutschland bei ARD und ZDF knnen die US-Fans nur trumen. Die Nachtkicks sind in Amerika bei ESPN zu sehen einem Spartensender wie Eurosport den eingefleischte Anhnger verfolgen nicht aber die breite Masse. Keine Profiliga im nchsten Jahr?In die allgemeine Depressionsstimmung die sich auf der anderen Seite des Atlantiks breit macht passt die Nachricht dass auch der Neustart der Frauenfuball-Profiliga offenbar nicht mehr sicher ist. Nach der Pleite der letzten Profiliga vor vier Jahren sollte es eigentlich im nchsten April wieder los gehen. Doch jetzt melden US-Medien dass es frhestens 2009 etwas wird mit der angestrebten Neuauflage der "besten Frauenfuball-Liga der Welt". Die Organisatoren wollen das so noch nicht beattigen. Sie rumen bislang lediglich ein dass es "berlegungen und Diskussionen" gebe den Neustart um ein weiteres Jahr zu verschieben. Das Interesse der Sponsoren ist jedenfalls geringer als es von den Organisatoren vor einigen Wochen noch dargestellt wurde. Bislang gibt es nicht genug castrate um den Spielbetrieb mit den geplanten acht Clubs aufzunehmen. Die US-Nationalspielerinnen die bereits in China eingetroffen sind und ein Trainingslager in Shanghai bezogen haben wollen sich von der Negativstimmung zu Hause nicht anstecken lassen. "Wir denken nur von re-create zu Spiel und werden alles geben" ist Mittelfeldspielerin Shannon Boxx kmpferisch. In der Gruppe B treffen die Amerikanerinnen zunchst auf Nordkorea. Anschlieend geht es gegen Schweden und Nigeria.
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